Der junge Ire am Check in ließ unseren neu gekauften Bordcase trotz Diskussion nicht als Handgepäck zu. Also die Kameratasche noch schnell rausgenommen und das Bordcase aufgegeben.
Nachdem sich die Aufregung darüber gelegt hat, war nach der Personenkontrolle der Brustbeutel mit den Ausweisen flüchtig - die Aufregung stieg wieder. Er war aber nur im Rucksack verloren gegangen.
Der Stewardess haben wir dann unser Leid geklagt, da ja das Tablett und die Power-Bank im Bordcase waren. Diese gehören aber in das Handgepäck. So wurde das bereits im Flieger verladene Gepäck im Frachtraum nach unserem Bordcase durchsucht, gefunden und in die Kabine gebracht. Der Flug konnte mit nur 15 Minuten Verspätung beginnen.
Ach so, der junge Mann am Check in hat uns auch auf beiden Flügen getrennt sitzen lassen, was uns gar nicht gefiel.
In Frankfurt angekommen konnten wir nicht auf unseren Rollfeldplatz, da hier noch eine Maschine stand - 15 Minuten Verspätung. Der Weiterflug scheint in Gefahr - die Aufregung steigt.
Vom Rollfeld mit dem Bus zum Terminal - Sicherheitskontrolle.
Kameratasche, Bauchtasche, Tablet und Bordcase usw. auf das Band, selbst gings durch den Ganzkörperscanner.
Ab jetzt dauerts wieder länger - die Aufregung steigt weiter.
Polizei mit MP taucht auf. Die umliegenden 3 Personenkontrollpunkte wurden geschlossen - die Kisten mit unseren Taschen kommen aus dem Röntgengerät nicht raus. Ich werde zum Inhalt der Tasche befragt. Der Sicherheitsdienst kann trotzdem nichts identifizieren. Es wird ein Entschärfungskommando geordert. Wir werden aufmerksam bewacht - die Aufregung steigt weiter. Opa wird zum Weiterflug geschickt.
Man teilt uns mit, dass so etwas täglich 5 bis 10 Mal vorkommt, das Wassergewehr zur Entschärfung wird selten benutzt, und wenn, wird der Flughafen evakuiert - Frau hört alles mit und muss sich erst mal setzen.
Das Entschärfungskommando betrachtet die Kameratasche mit dem eigenen Röntgengerät.
Der Abflug wird schon abgeschrieben! Langsam macht sich Gleichgültigkeit breit.
Der Chefentschärfer stellt fest, darin sind Kamera, Objektive, Ladegerät, Ersatzakku usw. - also eine ganz normale Kameraausrüstung, mit der schon seit 10 Jahren problemlos geflogen wird.
Und ich habe den Inhalt des Bordcase beschrieben.
Der Chefpolizist macht uns den Weg zum Gate frei - vielleicht schaffen wir den Flieger noch. Es geht schnellen Schrittes durch die Hallen, er ruft am Gate an - keiner geht ran. Zur Anzeigetafel - der Flug ist verschwunden.
Also umbuchen - weiter zum Lufthansaschalter und siehe da,
der Opa ist noch da
und andere Mitreisende auch.
Das der umgebuchte Nachtflug nach Leipzig 30 Minuten auf dem Rollfeld wartete, weil die Langstreckler raus wollten, erwähne ich nur am Rande.














